Unsere „Kupferstadt“ – Die Eulenklasse beim Zinkhütter Hof

Dass Stolberg seinen Spitznamen „die Kupferstadt“ nicht ohne Weiteres erhalten hat, war den Vierklässlern natürlich schon klar. Woher dieser jedoch genau kommt, wissen jetzt sicher alle, denn der Besuch des Zinkhütter Hofs gab Aufschluss:

 

In zwei Gruppen aufgeteilt führte die Museumspädagogin Frau Grüttemeier-Schlaeger durch das angrenzende Museum. Hier lernten die Kinder, dass Stolberg früher schon durch seine Kupferhöfe im Zeichen der Industrialisierung stand. Nun lernten die Kinder die wichtigen Metalle, ihre besonderen Farben und ihre Verwendung noch genauer kennen. So wurde eine stablie Badewanne aus Zink hergestellt, weil dieses nicht rostet, während Musikinstrumente beispielsweise aus Messing hergestellt werden. Dieses glänzt durch seinen Kupfergehalt besonders goldig und schön.

 

 

Im Anschluss konnte dieses Wissen in Form einer freien Rallye durch das Museum direkt umgesetzt werden. Als Belohnung lockte die „Experimentierwerkstatt“, in der wissenschaftliche Phänomene beobachtet und selbst ausprobiert werden konnten.

 

 

Warum hilft mir ein Seilzug mit mehreren Rollen beim Transport von schweren Gegenständen? Wie viele Spiegelbilder sehe ich, wenn sich ein Spiegel spiegelt? Die Kinder hatten beim Ausprobieren der einzelnen Stationen sehr viel Freude und zeigten großes Interesse!

 

Im Anschluss wurde die enorme Dampfmaschine angeworfen, die auf die Kinder einen gewaltigen Eindruck machte. Das Aufsteigen des Wasserdampfes konnte daraufhin in einem kleinen Schaumodell beobachtet und die Kraft des heißen Wasserdampfes verdeutlicht werden, denn das Aufsteigen des Wasserdampfes in der Originalmaschine wäre zu gefährlich.

 

 

Nach einer ausgiebigen Frühstückspause wurden die Gruppen getauscht.

 

Nun stand handwerkliche Arbeit auf dem Programm. Es wurden Messingmünzen im Sand- und Gußverfahren gepresst. Hierzu wurde der Sand Schicht für Schicht angedrückt und später mit einem Hammer festgeschlagen. Dies gelang den Schülerinnen und Schülern durch stetige Zusammenarbeit in den Gruppen: Eine Hand musste das Sieb festhalten, während die andere Hand den Sand verteilte. Dies war nur mit vereinten Kräften möglich! Im Anschluss wurden die Münzen in geduldiger Kleinarbeit nachgeschliffen. So erhielt das „persönliche“ Geld einen ganz besonderen, eigenen Wert.

 

Die Zeit verging wie im Flug und die Kinder der Eulenklasse waren von dem Ausflug ganz begeistert.

 

Für diesen interessanten und abwechslungsreichen Tag möchten wir uns bei den Mitarbeitern des Zinkhütter Hofs besonders bedanken!

 

Wir kommen gerne wieder …

 

– Frau Schmitz